>Mehrwertsteuer-Senkung bei Dachdeckern

Corona-Hilfen: Jetzt bei Dachdeckeraufträgen sparen

Die Bundesregierung hat aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen, dass die MwSt. ab dem 01.07.2020 vorübergehend gesenkt wird. Bis zum 31.12.2020 wird die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent gesenkt – auch für Handwerksbetriebe. Wie mithilfe der Mehrwertsteuer-Senkung Dachdecker Aufträge deutlich günstiger werden und wie Sie am meisten von der Corona MwSt.-Senkung profitieren, erfahren Sie hier.

Mehrwertsteuersenkung
© Stadtratte - istockphotos.com

Darum lohnt sich die Mehrwertsteuer-Senkung

Der ermäßigte Steuersatz ist Teil des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung und soll dazu dienen, die angeschlagene Wirtschaft anzukurbeln. Bei ohnehin sehr günstigen Produkten lohnt sich die Mehrwertsteuer-Senkung kaum, doch gerade im Dachbereich machen drei Prozent weniger MwSt. oftmals einen deutlichen Unterschied in der zu zahlenden Endsumme.

Die Preise für eine Dacheindeckung mit Tonziegeln können bis zu 50 € pro m² inkl. MwSt. betragen, weshalb bei einem 200 qm großen Dach allein die Materialkosten 10.000 € veranschlagen würden. Nach der MwSt. Senkung würde der Betrag jedoch auf 9.747,90 € fallen. Das bedeutet eine Ersparnis von 252,10 €! Ähnlich sieht es auch bei den Kosten für eine Dachgaube aus, die durchaus bei 8.500 € liegen können, was bei drei Prozent weniger Mehrwertsteuer eine Ersparnis von 214,29 € bedeutet. Die Beauftragung eines Dachdeckers zu Zeiten der Corona MwSt.-Senkung kann sich also in vielen Fällen lohnen.

Und auch in anderen Handwerkbereichen kann es sich als günstig erweisen, in den nächsten Monaten aktiv zu werden und langgehegte Wünsche und Baupläne zu realisieren. Welche Kosten für einen begehbaren Kleiderschrank auf Sie zukommen, erfahren Sie bspw. in unserem Tischler-Fachportal www.11880-tischler.com. Auch die Preise für eine neue Alarmanlage sollten Sie nicht unterschätzen. Die Kosten für eine Alarmanlage finden Sie deshalb detailliert aufgelistet bei unserem Elektriker-Fachportal www.11880-elektriker.com.

Wie funktioniert die MwSt.-Senkung?

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© shapecharge - istockphotos.com

Wer clever plant, kann jetzt einiges an Geld sparen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass auch die Händler und Dienstleister die Steuersenkung an den Kunden weitergeben. Zudem bedeutet das für viele Unternehmen erst einmal Mehrarbeit, schließlich müssen die Preise neu ausgezeichnet und im Kassensystem umgestellt werden. Ersteres kann aber dank einer Billigkeitsregelung umgangen werden, indem beim Bezahlen ein pauschaler Rabatt gewährt wird.

Das betrifft den Handwerker-Bereich zwar weniger, dafür müssen sich Dachdecker und Co. mit bereits geschriebenen Rechnungen und erteilten Aufträge auseinandersetzen.

Auftrag vorher erteilt

Wurde der Auftrag vor dem 01.07.2020 erteilt, die Leistung wird aber erst zwischen dem 1. Juli 2020 und 31. Dezember 2020 erbracht, dann profitieren Sie von der MwSt.-Senkung.

Durchführung zwischen dem 7. Juli 2020 und 31. Dezember 2020

Alle durchgeführten Dienstleistungen und Einkäufe zwischen dem 7. Juli 2020 und 31. Dezember 2020 unterliegen der MwSt.-Senkung.

Anzahlungen

Alle Anzahlungen, die zwischen dem 01.07.2020 und dem 31.12.2020 getätigt werden, unterliegen erst einmal dem verringerten Mehrwertsteuersatz.

Fand die Anzahlung bereits vor dem 1. Juli 2020 statt, muss nachträglich eine Steuerentlastung von 3 % bzw. 2 % erfolgen. Wird die Leistung dagegen erst nach dem 31. Dezember 2020 erbracht, müssen die getätigten Anzahlungen im Nachhinein noch nachversteuert werden.

Wenn bereits sicher feststeht, dass die Leistung erst im nächsten Jahr vollbracht wird, kann die Anzahlung auch mit dem gewohnten Steuersatz von 19 % bzw. 7 % erfolgen.
Wichtig ist demnach der genaue Zeitpunkt der erbrachten Leistung, auch die der Teilleistungen. Bei langwierigen Bauprojekten können Bauleistungen durchaus länger als ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Planen Sie daher lieber zügig, um den vorgegebenen Zeitrahmen einzuhalten.

Mehrwertsteuer sparen
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Gutscheine

Einige Handwerksbetriebe verkaufen derzeit verstärkt Gutscheine. Handelt es sich hierbei um Einzweckgutscheine, werden bereits beim Gutscheinkauf 19 % MwSt. fällig. Wird der Gutschein dann ab dem 1. Juli 2020 eingelöst, wird auf der Rechnung der verringerte Steuersatz 16 % berechnet.

Folge: Die Betriebe müssen sich die zu viel gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückholen. Bei Mehrzweckgutscheinen wird die Umsatzsteuer dagegen erst zum Zeitpunkt der Einlösung berechnet.

Fazit

Die Mehrwertsteuer-Senkung ist vor allem für diejenigen interessant, die kostspieligere Anschaffungen oder Bauprojekte planen. Achten Sie allerdings darauf, dass die Leistungen noch in diesem Jahr erfolgen, um von der MwSt.-Senkung zu profitieren.


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