>Dachziegel Preise

Preisliste für Dachziegel

Wenn Sie sich bereits dazu Entschieden haben, Ihr Dach mit Dachziegeln zu decken, stehen Sie allerdings immer noch vor der Entscheidung, welche Art von Ziegel Ihr Haus schmücken soll. Wie hoch der Preis Ihres neuen Daches oder Ihre Dachneudeckung wird, kommt zum einem auf die Größe Ihres Daches an, zum anderen welche Art von Dachziegeln Sie wählen. Die Preise für Ziegel sind abhängig von Größer, Farbe und Form der Ziegel. So haben Dachziegel in außergewöhnlichen Farben meistens höhere Preise. Die Höhe der Dachziegel Kosten ist allerdings nicht nur von der Stückzahl abhängig, sondern ebenfalls wie hoch der Materialverbrauch mit der gewählten Dachziegelart ist. Um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Dachziegel und Ihre Preise zu verschaffen, haben wir sie hier für Sie in unserer Preisliste zusammengestellt. Sie finden zu jedem aufgeführten Dachziegel weitere Informationen, die Ihnen bei Ihrer Auswahl helfen.

Haben Sie sich für einen Ziegel entschieden, können Sie die Anzahl der benötigten Dachziegel (und damit die Kosten) bequem über unseren Dachflächen Rechner berechnen: Geben Sie die Art Ihres Daches, die Maße und Neigung ein und Sie erhalten eine Übersicht, wie viele Dachziegel Sie benötigen.


S-PfanneName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

S-Pfanne                        11-12 €                       1,08 €


Reform-ZiegelName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Reform-Ziegel                  45-51 €                       5,00 €


Berliner-BiberName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Berliner-Biber                13-14 €                     0,35 €


BiberschwanzName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Biberschwanz                11-15 €                         0,33 €


Drei-MuldenpfalzName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Drei-Muldenpfalz              10-13 €                       1,90 €


GlattziegelName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Glattziegel                        18-21 €                        1,90 €


Hohlfalz-ZiegelName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Hohlfalz-Ziegel              4-6 €                                 0,48 €


Sigma PfanneName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Sigma Pfanne                 6-7 €                        1,08 €


Frankfurter-PfanneName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Frankfurter-Pfanne          7-9 €                        0,59 €


Finkenberger-PfanneName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Finkenberger-Pfanne      7-8 €                       0,63 €


DoppelmuldenpfalzName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Doppelmuldenfalz         14-15 €                       1,00 €


FlachdachziegelName                           Preis pro qm       Preis pro Ziegel

Flachdachziegel              14-16 €                      1,46 €


Die Geschichte der Dachziegel

Jeder fängt einmal klein an, so auch unsere Urahnen. Bereits 12.000 v. Chr. wurden erste puldachähnliche Schutzvorkehrungen getroffen, um die Jäger und Sammler der Frühzeit vor widrigen Witterungen zu schützen. Zunächst bestanden diese Dachbedeckungen noch aus pflanzlichen und tierischen Materialien wie Gräsern und Fellen, die an Holzstangen angebracht wurden. Mit dem Bau von Grubenhäusern einige Jahrtausende später fanden nun auch Satteldächer und Walmdächer Einzug in die Baukunst, jedoch kamen auch diese noch gänzlich ohne Dachziegel aus. Weichere Materialien wie beispielsweise Stroh und Heidekraut mussten stattdessen als Dachbedeckung herhalten.

Erste Tondachziegel wurden von den Griechen verwendet, aber erst die Römer erfanden die uns bekannte Mischung aus Lehm und Ton. Die ältesten Ziegel stammen aus dieser Zeit und wurden als Leistenziegel (lat. Tegula Imbrex) bezeichnet. Tegula steht dabei für den Flachziegel, der sich unter einem Hohlziegel (Imbrex) befindet. Im 12. Jahrhundert wurden sie zunächst als Bedachung bei Burgen und Adelshäusern verwendet, bis sie später auch den bürgerlichen Häusern zur Verfügung standen. Für das schneereiche Alpenwetter waren sie jedoch kaum geeignet. Deswegen hat sich im Mittelalter in nordischen Gefilden vor allem die Hohlziegel- und Flachdachziegeldeckung durchgesetzt. In Norddeutschland waren speziell die Krempziegel beliebt, die passend zum Namen eine linksseitige, konisch zulaufende Krempe besitzen. Wie bei einem Hut deckt dabei der überstehende Rand – die Krempe – den danebenliegenden Ziegel ab. In Süddeutschland bevorzugte man dagegen noch bis ins späte 19. Jahrhundert die Flachziegelung mit bunter Glasur.

Erst durch die Industrialisierung und der daraus resultierenden Möglichkeit Ziegel in großen Massen zu produzieren, wurden Falzziegel populär. Die ersten Falzziegel besaßen ein rautenförmiges Muster, dass an ein ganzes und halbes Doppelherz erinnerte, weshalb sie oftmals auch als Herzziegel bezeichnet wurden. Einen praktischen Nutzen hatte die Seitenfalz aber auch: So wurde das Regenwasser zu den Seiten abgeleitet. Gleichzeitig ermöglicht das Falzsystem, dass keine Doppeldeckung mehr nötig ist und eine geringere Fläche des Daches mit Ziegeln gedeckt werden muss. So waren die ersten Falzziegel den traditionellen Dachziegeln überlegen und gewannen schnell an Beliebtheit.

Die Dachziegelherstellung

Bevor der Rohstoff Ton verarbeitet wird, muss er erst zerkleinert, mit anderen Materialien (z. B. Lehm) gemischt, angefeuchtet und von Steinen und anderen Fremdstoffen bereinigt werden. Bei der Formgebung unterscheidet man zwischen Pressdachziegeln und Strangdachziegeln. Pressdachziegel werden im Stempelpressverfahren hergestellt, während bei Strangdachziegeln das Strangpressverfahren zum Einsatz kommt.

Pressdachziegel

Hierbei wird das Tongemisch zunächst in eine Schneckenpresse bzw. Strangpresse gegeben und so zu einem flachen Strang geformt. Im Anschluss wird der Ton in Batzen geteilt. Diese Tonbatzen werden daraufhin durch eine Formpresse bzw. Revolverpresse gepresst, wo der Stempel die Batzen zwischen der Ober- und Unterform presst. Auf diese Weise erhalten die Tondachziegel ihre Falz, welche in Kopf-, Fuß- und Seitenfalzen unterschieden werden kann. Welche dieser Falzen ein Ziegel erhält, hängt von der verwendeten Ober- und Unterform ab. Auch Ziegel ohne Verfalzung sind möglich. Diese eignen sich vor allem für Dächer mit einer 30 Grad Neigung, denn so kann Regenwasser besser abfließen. Bekannte Pressdachziegel sind unter anderem Reformziegel, Flachdachziegel und Glattziegel.

Strangdachziegel

Bei Strangdachziegeln, wie z. B. dem Biberschwanzziegel, wird das Tongemisch dagegen in eine Schneckenpresse bzw. Strangpresse gegeben. Dadurch entsteht ein fortlaufender profilierter Tonstrang und keine einzelnen Balzen wie beim Stempelpressverfahren. Der Tonstrang muss deswegen im Anschluss mit einem Drahtabschneider gekürzt werden, um die richtige Länge bzw. Form zu erhalten. Strangdachziegel besitzen meist keine Falz und können daher an den Rändern nicht ineinandergreifen. Deshalb wird das Dach mit einer Doppeldeckung versehen, um die Dichtheit zu gewährleisten. Strangdachziegel eignen sich aus diesem Grund vor allem für Dächer mit 30 Grad Neigung. Entwickelt wurde diese Art der Dachziegelherstellung bereits 1880 in Heerbrugg, Schweiz.

Im Anschluss an die Formgebung findet bei allen Dachziegelarten der Trocknungsprozess statt. Danach wird der Tondachziegel entweder in seiner naturroten Farbe belassen oder bekommt eine neue Farbgebung. Dies wird durch die Verwendung von Engoben erreicht. Eine Engobe ist nichts anderes als ein Schlammgemisch aus Wasser und brennendem Ton, welchen Metalloxide und Farbpigmente hinzugegeben werden, um eine bestimmte Farbe zu erzeugen. Dadurch entsteht eine matte oder seidenmatt glänzende Oberfläche, die diffusionsoffen ist. Die engobierte Oberfläche dient nicht nur der optischen Verfeinerung; sie sorgt auch dafür, dass der Ziegel widerstandsfähiger gegen UV-Licht, sauren Regen und Ablagerungen wird. Glasuren, die im Tonschlicker zusätzlich verschmolzene Glaspartikel beinhalten, sorgen dagegen für eine hochglänzende, glasartige Oberfläche.

Der Brennvorgang ist der letzte Schritt und erfolgt bei einer Temperatur von 900 bis 1200 °C. Die Tonziegel sind im Anschluss brandsicher und verpackungs- und auslieferungsfertig.  

Dachziegelarten – Für jedes Dach das passende Produkt

Dachziegel gibt es in vielen Formen, Größen und Farben. Der Hohlfalzziegel hat z. B. eine klassische, geschwungene Form, die an ein liegendes „S“ erinnert.  Wie schon die Flachdachziegel eignen sich Hohlfalzziegel für flachere Dächer mit einem geringen Neigungswinkel. Beide Ziegelarten besitzen zudem eine Falzung. Noch geschwungener geht es bei der S-Pfanne und der Sigma-Pfanne zu, die beide über eine hochliegende Längsfalz, eine überdeckende Seitenpfalz und eine Verrippung verfügen. So sind sie bestens vor Wind und Wetter geschützt.

Im Gegensatz dazu ist der Biberschwanzziegel mit seiner halbrunden Unterkante sehr viel geradliniger und ebener. Dank verschiedener Formen, wie z. B. den spitzer zulaufenden Sechseckschnitt oder den pfeilförmigen Gotikschnitt, gibt es aber auch hier noch etliche Formvariationen. Bereits im 14. Jahrhundert wurde diese Dachziegelart in Deutschland, unter anderem Nürnberg, verwendet.

Mönchziegel und Nonnenziegel, die aus zwei ineinander verkeilten schalförmigen Ziegeformen bestehen, gab es dagegen schon bei den Römern. Heute findet man diese Ziegelart vor allem auf Kirchendächern und im mediterranen Raum.

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