mansardendach_3dExklusiv, praktisch, komplex

Mansarddächer haben ihren Ursprung in der Barockzeit und wurden erstmals im 17. Jahrhundert vom französischen Architekten Francois Mansart - daher auch der Name - konzipiert. Mansarddächer haben sich in Frankreich schnell durchgesetzt (in Deutschland erst 200 Jahre später) und wurden vor allem für Prachtbauten wie Schlösser oder noble Villen verwendet. Entwickelt wurden diese Dachformen zunächst nicht etwa aus optischen oder funktionalen, sondern tatsächlich aus steuerlichen Gründen. Damals wurden Steuern nach vollen Etagen berechnet, das Mansarddach zählte aber nicht als volle Etage, obgleich es mitsamt seiner Dachschrägen genügend Platz zum Wohnen bot und noch immer bietet.

Was genau ist ein Mansarddach? Aufbau und Eigenschaften

Als Grundlage für den Bau eines Mansarddachs dient entweder ein Pultdach, Walmdach oder Satteldach. Hier verlaufen die Dachseiten ganz gewöhnlich nach außen, knicken jedoch im letzten Teil ab und verlaufen dann deutlich steiler. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten der Dächer, dem Walm-Mansarddach und dem Mansardgiebeldach oder Mansardsatteldach. Optisch erinnert ein solches Dach fast an ein Achteck. Stattet man ein Dach also zum Beispiel mit einem Mansardgiebeldach aus, so hat dieses folglich mindestens zwei verschiedene Dächer mit einer unterschiedlichen Neigung. Mansarddächer laufen nicht wie das Pultdach, Walmdach oder Satteldach oben spitz zusammen, sondern gehen sozusagen mit einer hohen Neigung auf ein Satteldach über. So entstehen auch die Dachschrägen in der darunterliegenden Etage. Der steile untere Teil des Daches hat in der Regel eine Neigung von 65 bis 75 Prozent, während das obere Dach flacher ist und um maximal 30 Prozent geneigt ist.

Wartung und Pflege von Mansarddächern

Mansardendach
© Paweł Szczepański - istockphoto.com

Mansarddächer benötigen deutlich mehr Pflege als ein Flachdach oder viele andere Dacharten. Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass auch der Bedarf an Holz für den Bau des Dachstuhls höher ist. Weiterhin muss der Knick zwischen der steilen und flacheren Fläche beachtet werden. Hier muss beim Dachbau insbesondere auf die Dämmung Wert gelegt werden, denn leider passieren dabei nach wie vor die meisten Fehler, die sich später mit undichten Stellen bemerkbar machen. Bauherren sollten sich daher auch nach dem Bau unbedingt in regelmäßigen Abständen an einen Fachmann wenden, der das Dach auf seine Abdichtung überprüft - dies sollte in einem Turnus von allerhöchstens zehn Jahren geschehen.

Was sind die Vorteile und Nachteile des Mansarddachs?

Vorteile

  • Äußerst exklusive, majestätische Optik
  • Lässt viel Raum im Dachstuhl für Wohnraum

Nachteile

  • Sehr pflege- und wartungsbedürftig
  • Hoher Holzbedarf
  • Anspruchsvolle Konstruktion

 

Mansarddächer sind vor allem optisch ein Zugewinn für ein Haus, denn es wirkt – beispielsweise im Vergleich zum eher nüchternen Flachdach - dadurch deutlich prunkvoller und exklusiver, sicherlich auch dem historischen Kontext geschuldet. Allerdings sollten auch die Nachteile, wie der höhere Wartungsaufwand, unbedingt berücksichtigt werden, wenn man sich für diese Dachform entscheidet. Lassen Sie sich von einem professionellen Dachdecker dazu beraten!

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Krüppelwalmdach

Sind Sie auf der Suche nach der perfekten Dachform für Ihr Haus? Das Krüppelwalmdach könnte genau die richtige Lösung für Sie sein! Es wird von vielen als das perfekte Dach bezeichnet.

Sheddach – Viel Licht und Robustheit

Sheddächer kommen überall dort zum Einsatz, wo man auf natürlichen Lichteinfall durch großzügig angeordnete Oberlichter viel Wert legt, direkte Sonne aber vermeiden möchte. Das ist vor allem in Industriegebäuden der Fall. Das Sheddach wird wegen seines markanten Aussehens hierzulande häufig als „Sägezahndach“ bezeichnet.


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