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Dachrinnenheizung: Nie wieder zugefrorene Regenrinnen

Dachrinnenheizung
© Astrid Gast - istockphotos.com

Ohne Regenrinnen und Fallrohre wären Wasserschäden am Dach und Gebäude vorprogrammiert. Was in den warmen und gemäßigten Monaten gut funktioniert, kann in den kalten Wintermonaten jedoch schnell schwierig werden – im schlimmsten Fall platzen die vereisten Rinnen sogar. Mit einer Dachrinnenheizung lassen sich viele solcher Probleme leicht lösen. Wie diese spezielle Heizung funktioniert, bei welchen Problemen sie konkret hilft und wie viel das Ganze kostet, erfahren Sie in unserem 11880.com-Dachdecker-Ratgeber.

vereiste Dachrinne
© Astrid860 - istockphotos.com

Schnee und Eis in der Dachrinne

Zunächst stellt sich die Frage, ob eine Dachrinnenheizung überhaupt nötig ist. Fakt ist, dass die Temperaturen an einigen Orte nur selten unter den Gefrierpunkt fallen und man Schnee selbst im tiefsten Winter kaum zu Gesicht bekommt. Anderorts schneit es dagegen schon häufiger und hier wird es brenzlig: Die Dachrinnen können sich infolge hoher Schneelasten verbiegen und müssen infolgedessen ersetzt werden. Ist dieser Fall nicht eingetreten, ist die Gefahr jedoch längst nicht gebannt. Im Gegenteil, durch schmelzenden Schnee können Eiszapfen entstehen, die zwar schön anzusehen sind, aber eine ernsthafte Gefahr für Hausbewohner und Passanten darstellen.

Geschmolzener Schnee ist darüber hinaus auch für größere Schäden am Dach und Gebäude verantwortlich, denn bei schwankenden Temperaturen gefriert es gerne wieder und bringt so die Rinnen und Fallrohre zum Platzen. Und selbst wenn es nicht zu einem direkten Platzen der Rinnen- und Rohre kommt, kann nachfolgendes Wasser schlechter abfließen, weshalb es sich andere Wege sucht – nämlich in die Fassade und ins Mauerwerk hinein. Sowohl der Außenputz als auch die Bausubstanz erleiden auf diese Weise massive Wasserschäden und es kann zur Schimmelbildung kommen.

Die Dachrinnenheizung: Funktion

Um diese Gefahren zu umgehen und sich die Kosten für das Erneuern der Dachrinne von vornherein zu sparen, lohnt sich die Investition in eine Dachrinnenheizung. Sie besteht meist aus einem Heizband in unterschiedlichen Längen, welches in das Innere der Dachrinne verschraubt oder geklebt wird. Im Regelfall reichen bereits Dachrinnenheizungen mit 24V und 30W/m Leistung aus, um die Regenrinnen sicher vor Vereisung zu schützen. Aber auch schwächere Heizungen mit 15 Watt oder 12 Volt können je nach Situation bereits für einen ausreichenden Frostschutz sorgen. In größeren Höhen wird wiederum mehr Watt benötigt, um bei den kalten Umgebungstemperaturen genug Wärme zu erzeugen. Breite Kastenrinnen brauchen übrigens häufig gleich zwei nebeneinander liegende Heizkabel.

Damit nicht unnötig viel Energie verbraucht wird, sollte die Dachrinnenheizung mit einer automatischen Regelung ausgestattet sein. Dadurch erkennt die Heizung, welche Temperatur- und Feuchtigkeit derzeit herrscht und kann sich entsprechend ein- und ausschalten. Ein Konstantheizband mit konstanter Leistung ist dagegen für die bereits genannte Kastenrinne besser geeignet. Sie liegt plan in der Rinne und schützt sie dauerhaft vor Frost.

Regenrinne Ablauf
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Dachrinnenheizung: Kosten im Überblick

Die Kosten für eine Dachrinnenheizung ergeben sich durch die Meteranzahl der Heizbänder. Ein Heizband mit standardmäßiger Leistung von 30 Watt pro laufendem Meter gibt es bereits für 15 bis 20 Euro. Bei 10 Meter Länge würden demnach Anschaffungskosten von ca. 150 € fällig werden. Je nach Rinnenlänge können die tatsächlichen Kosten natürlich höher oder niedriger ausfallen. Die Betriebskosten sind relativ gering, vor allem dann, wenn ein selbstregulierendes Heizsystem mit Thermostat verwendet wird.  Eine Kilowattstunde kostet etwa 30 Cent (Stand: 2019), was bedeutet, dass eine 30W/m Dachrinnenheizung mit einem Cent pro laufendem Meter zu Buche schlägt. Im Vergleich zu möglichen hohen Reparaturkosten fallen die Dachrinnenheizungskosten somit gering aus.


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