
Dachdämmung Kosten
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Die Aufsparrendämmung ist im Vergleich zur Zwischensparrendämmung oder Untersparrendämmung relativ teuer und schlägt im Schnitt mit 150 bis 200 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Die Option rechnet sich also vor allem für die komplette Dachneueindeckung oder für Neubauten.
Bei einer typischen Dachfläche von 100 Quadratmetern können Sie beispielsweise von Gesamtkosten in Höhe von 17.500 € ausgehen. In dieser Summe sind bereits alle notwendigen Materialien wie Dampfbremse, Dämmstoff, Unterspannbahn und Dacheindeckung enthalten. Letzteres ist in den Kosten enthalten, da eine Aufsparrendämmung wirtschaftlich nur dann sinnvoll ist, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt werden muss.

Die Wahl des Dämmstoffs hat einen großen Einfluss darauf, wie hoch die Kosten ausfallen. Rechnen Sie mit 25 bis 100 Euro pro m², je nach Dämmstoff. Darüber hinaus ist auch die Materialstärke entscheidend. Diese hängt wiederum davon ab, wie gut die Wärmeleitfähigkeit ist. Dieser Wert wird entweder in Wärmeleitstufe (WLS) oder Wärmeleitgruppe (WLG) angegeben. Je niedriger der Wert ist, desto besser ist auch die Wärmeleitfähigkeit und desto geringer darf auch die Dämmstärke ausfallen. Bei schlechterer Wärmeleitfähigkeit müssen Sie entsprechend eine dickere Dämmschicht einplanen.
Beispiel: So hat Expandiertes Polystrol, kurz EPS, mit 0,032 bis 0,040 W/mK (Wärmeleitzahl in Watt pro Meter mal Kelvin) eine bessere Wärmeleitfähigkeit als Schafwolle, die bei 0,040 bis 0,045 W/mK liegt und darf entsprechend dünner ausfallen.
Auch für eine Aufsparrendämmung lohnt sich der Blick auf staatliche Förderung, sofern Sie einen U-Wert von 0,14 W/(m²K) oder weniger erreichen. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) bezuschusst die BAFA die förderfähigen Kosten mit 15 %. Ohne individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) liegt die Obergrenze der förderfähigen Kosten bei 30.000 € pro Wohneinheit, was einem maximalen Zuschuss von 4.500 € entspricht. Lassen Sie vorab einen iSFP von einem Energieberater erstellen, steigt die Obergrenze auf 60.000 € – und für den Kostenanteil oberhalb von 30.000 € kommen zusätzlich 5 Prozentpunkte hinzu. Bei vollständig ausgeschöpften 60.000 € macht das insgesamt 10.500 € Zuschuss.
Einen separaten KfW-Zuschuss gibt es für Einzelmaßnahmen wie die Aufsparrendämmung nicht mehr. Möchten Sie die restlichen Kosten finanzieren, steht Ihnen ergänzend ein zinsverbilligter KfW-Ergänzungskredit (358/359) offen – das ist ein Darlehen, kein zusätzlicher Zuschuss. Voraussetzung für die Förderung ist außerdem, dass Ihre Immobilie zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits mindestens fünf Jahre alt ist.
Im Vergleich zu anderen Dachdämmungen, wie etwa der Zwischensparrendämmung, gehört die Aufsparrendämmung zu den kostenintensiveren Dämmungen des Dachs. Dafür besitzt sie sehr gute Dämmeigenschaften, vermeidet Wärmebrücken und schafft mehr Wohnraum.
Da das Dach jedoch für die Installation komplett abgedeckt sein muss und ein Gerüst zwingend notwendig ist, fallen höhere Aufwände und Kosten für die Aufsparrendämmung an. Wie hoch die Kosten ausfallen, können Sie am besten in einem direkten Vergleich mit mehreren Dachdeckern herausfinden. Geben Sie dazu einfach Ihre Postleitzahl oder Ihren Ort in das Suchfeld ein, beschreiben Sie kurz, was bei Ihnen getan werden muss und erhalten Sie schon in Kürze kostenlose und unverbindliche Angebote von Dachdeckern in Ihrer Nähe.

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