>Untersparrendämmung – nachträgliche Dachdämmung leicht gemacht

Untersparrendämmung als ideale Basis

Bei der Untersparrendämmung wird – wie der Name vermuten lässt – ein Dämmmaterial an der Unterseite der Sparren angebracht, um Wärmeverluste zu reduzieren und Energiekosten einzusparen. Darüber hinaus wird durch die Maßnahme auch von außen eindringender Schall gedämmt. Im Gegensatz zur Aufsparrendämmung ist die Anbringung der Dämmstoffe von innen in der Regel nicht ausreichend, um die gesetzlichen Anforderungen an den U-Wert zu erfüllen. Der U-Wert ist ein Maß für den Wärmeenergieverlust pro Quadratmeter und darf bei Steildächern ab 2016 maximal 0,24 W/(m²*K) betragen. Um bei der Dachdämmung Vorschriften und Anforderungen der EnEV zu erfüllen, wird die Untersparrendämmung daher häufig in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung eingesetzt.

Untersparrendämmung 3D mit Details

Vor- und Nachteile einer Untersparrendämmung im Detail

Die Anbringung von Dämmstoffen unterhalb der Sparren des Dachs ist relativ simpel und kostengünstig. Die Dachsparren verlaufen von der Traufe, also der unteren Dachkante, bis zum horizontalen Dachfirst und nehmen eine tragende Funktion ein. Die Dämmung kann daher problemlos an den Sparren befestigt werden. Während bei der Zwischensparrendämmung die Gefahr von Lücken zwischen Dachsparren und Dämmstoff besteht, bildet die Untersparrendämmung eine durchgehende Fläche und ist daher weniger anfällig für Fehler. Dennoch sollten die handwerklich anspruchsvollen Dämmarbeiten in jedem Fall einem Fachmann überlassen werden.

Alternative: Aufsparrendämmung

Während bei einer Aufsparrendämmung in der Regel das komplette Dach neu eingedeckt werden muss, erfordert das Anbringen einer Dachdämmung von innen kaum Vor- und Nacharbeiten. Das Verfahren wird aus diesem Grund auch häufig als nachträgliche Dachdämmung genutzt. Wenn das Dach ohnehin neu gedeckt werden soll, ist die Aufsparrendämmung hingegen die attraktivere Variante.

Bei der Anbringung von Dämmstoff unter den Dachsparren ist zudem entscheidend, ob das Dachgeschoss als Wohnraum genutzt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, ist eine Dämmung der Geschossdecke in der Regel ausreichend. Wenn der Raum hingegen als Wohnraum genutzt wird, ist die Reduzierung des nutzbaren Raumvolumens durch die Dachdämmung zu berücksichtigen. In der Regel werden daher möglichst dünne Dämmplatten mit einem hohen spezifischen Dämmwert eingesetzt. Neben herkömmlichen anorganischen Stoffen wie Glas- oder Steinwolle eignen sich hier besonders synthetische Hartschäume wie Polyurethan. Wie dick die Platten ausfallen müssen, hängt von der Dicke der Zwischensparrendämmung und den räumlichen Gegebenheiten ab. Für ein ideales Endergebnis sollte eine präzise Berechnung durch einen Fachmann vorgenommen werden!

Aufbau und Kosten der Untersparrendämmung

Die zumeist 5 bis 20 cm dicken Dämmplatten werden in der Regel in Kombination mit einer feuchte-undurchdringlichen Dampfbremse verwendet. Darüber hinaus kommt eine Sichtschalung zum Einsatz, um die Dämmarbeiten optisch ansprechend zu verkleiden. Insgesamt schlägt die Dämmmethode mit Kosten von 30 bis 70 € pro Quadratmeter zu Buche. Ausgehend von einer Dachfläche von 100 Quadratmetern können Sie also grob von Kosten zwischen 3.000 und 7.000 € ausgehen. Die Kosten können deutlich reduziert werden, wenn der Raum nicht bewohnt ist und lediglich die oberste Geschossdecke gedämmt werden muss.

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Auflattdämmung – Vorteile, Nachteile und Kosten

Bei der energetischen Dachsanierung wird oft die Auflattdämmung eingesetzt – nicht zu verwechseln mit der Aufsparrendämmung. Als Dämmstoffe eignen sich das synthetische Polystyrol sowie Glas- oder Steinwolle, Holz oder Hanf.

Aufsparrendämmung / Aufdachdämmung – aufwendig aber effektiv

Aufwändig, anspruchsvoll aber sehr effektiv – das sind die Merkmale einer Aufsparrendämmung. Mit dem richtigen Dämmsystem kombiniert, wird der Wärmedurchgangskoeffizient minimiert. Und bei den Dämmstoffen gibt es vielfältige Optionen.



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